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Man müsste nochmal fünf, sechs Jahre alt sein
Und das vergessen, was danach geschieht
Gleich hinterm Haus würde ein Zauberwald sein
Mit bösen Hexen, mit Rittern und mit Feen
Man würd um Gutenachtgeschichten betteln
Und könnt nicht wirklich lange ruhig sein
Man könnte sich minütlich neu verzetteln
Und plötzlich sinnlos durch die Gegend schrein
Der Vater wär der stärkste Mann der Welt
Die Mutter schöner als der schönste Morgen
Und jeden Tag erwachte man als Held
Und jede Nacht wär man dem lieben Gott geborgen
Und wenn man fällt, kann man sich fallen lassen
Du weißt ja, dass dich immer einer fängt
Kein Sommersonntag würde je verblassen
Das Leben wär von sanfter Hand gelenkt
Vor lauter Lebenwollen könnte man nicht schlafen
Man würde immer viel zu früh ins Bett gebracht
Gesetze, Konten und auch Paragraphen
Würden ganz einfach ausgelacht
Man sähe Riesen mit den Wolken ziehen
Und hinterm Stadtpark parkte schon das Meer
Und wenn es dunkel wird, muss man vor Monstern fliehen
Und alles Schöne endete nie mehr
Man würd auch schrein, strampeln, toben, weinen
Das Leben wäre auch sehr ungerecht
Doch kurz darauf würde die Sonne wieder scheinen
Am nächsten Morgen wär der Tisch gedeckt
Noch einmal sich vorm Nikolaus erschrecken
Auch wenn er eigentlich wie Papa spricht
Dem Christkind Hand und Herz entgegenstrecken
Auch wenn es sich verbirgt im Kerzenlicht
Und all die Streitigkeiten und die Tränen
Und das, was man so schmerzlich doch vermisst
Man wär verzweifelt, doch man würde sich nicht schämen
Nur weil die Welt noch nicht entzaubert ist
"Willst du das wirklich?", hör ich mich fragen
Nochmal neu erleben, was danach geschah
Das ganze Abenteuer nochmal wagen
Das ganze schrecklich schöne Leben
Ja