Ein Sehschlitz starrt
Reglos und wach
Kein Zorn, kein Trost, nur Maß
Wir schreiten, man mustert
Wir halten an, man notiert
Es kennt kein Ende
Sie löschten die Götter
Doch das Glas blieb
Nicht segnend, nur wiegend
Nicht führend, nur richtend
Ein stummes Gerät mit ewiger Pflicht
Sie sehen
Sie prüfen
Sie sortieren
Doch greifen nie
Panoptischer Glanz
Tausend Linse aus Stein
Verzeichnen unsere Glut
In Feldern aus Staub
In Atem, der weicht
War ich je ein Ich?
Sah man mein Lächeln?
Nur mein Umriss vielleicht
Oder nur die Hitze?
Der Schlitz bleibt offen
Auch wenn wir verglühen
Licht flimmert weiter
In Hallen ohne Klang
Man zählt das Nichts
Vermisst das Schweigen
Und sieht
Nie