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Vielleicht existiert es doch: Vielleicht hält es uns zu seinem Vergnügen in seiner Sinnwelt
Bei Gedanken an Katastrophen, Krieg, Gewalt schäumt es ihm vor Freude aus dem Mund
Und Speichel tropft in sämigen Fäden auf die Rücken der Leidenden
Darunter eitrige Ekzeme, die sich tief durch das schwache Fleisch fressen
In das die Fliegen seiner Perversion eifrig ihre Eier abzulegen versuchen
Viele werden erwachen, die Rücken voller Maden
Und sein fiebriges Hirn ersinnt sich weitere Bilder
Bei dem Gedanken an brutalste Misshandlungen amüsiert es sich köstlich
Kann sich vor Lachen kaum noch zügeln, fängt an, sich an zähem Speichel zu verschlucken
Es muss würgen, würgt etwas mit hoch
Dinge aus seinem Magen, Dinge die es von jeher nähren
In einem Schwall brechen sie aus seinem Schlund hervor, sauer
Halb verdautes wird sich über uns ergießen, unabwaschbar an uns kleben
Sich in uns hineinfressen und uns die Seelen aus den Leibern ätzen
Und manchmal verschlingt es sich selbst beinahe in schlimmster Gier
Kann nicht widerstehen, möchte dieses Fleisch spüren, möchte es berühren
Möchte selber Hand anlegen, möchte anderen und sich selbst wehtun
Und so transportiert es sich in seine eigene Gedankenwelt
Nimmt sich einen beliebigen Körper und lässt sich in einem Meer aus Gefühlen treiben
Wie eine kleine Daunenfeder im Wind
Und es liebt seinen Nächsten, wie sich selbst
Und die Nähe zum Leid tut ihm so gut
Und es tut dann Dinge, die wir nicht verstehen
Hallo hübsches Kind, komm in meinen Garten
Ich möchte dir was zeigen, du wirst es kaum erraten
Komm, setz dich ins Laub und sei einfach nur schön
Und lass uns Nacht einatmen
Es wird dir gefallen, du wirst sehen
Dies ist mein altes Cello, es hat der Seiten drei
Die vierte hab ich abgespannt, doch habe ich sie auch dabei
Lass mich sie einmal nehmen
Um deinen Hals legen
Will mal sehen, wie sie dich schmückt
Was sagst du, sie drückt?
Dann sieh hinauf zu den Sternen
Zier dich nicht, lass das Wimmern
Während Wolfram Haut zerschneidet
Halt die Luft an jetzt, für immer
Blute dich still leer in einem Bett aus frischem Laub
Ahne letzte Ewigkeit unter Blut und Kolophoniumstaub
Ja, sei ganz du selbst
So liegt Schönheit bald verscharrt bei drei anderen im Garten
Ein wundervolles Gastspiel, es lohnte sich mein Warten
Blut gab Inspiration zu einem neuen Spiel
Auf diesem alten Cello mit nun wieder Saiten vier
Doch halt
Es ist nicht zu Ende schon
Spiele ich doch nicht nur dieses Chordophon
Suche weitere Musen mich zu begleiten
Denn, wer hätte es gedacht, auch mein Klavier hat viele, viele Saiten
Man zählt 30 Seelen hinter jedem Leben
Für jede existiere ein Stern
Jeder Seele wäre eine Welt gegeben
Gott zu sein von hier so fern
Und sehen wir die Sterne hoch oben stehen
Kann es sein, dass etwas von uns aufsteigt
Sehnsüchtig ohne Wiederkehr
Und nur nutzlos Vergängliches bleibt
Hat es sich je besser angefühlt, lebendig zu sein?
Hat es sich je besser angefühlt?
Gib mir Leben
Gib mir Leben
Und ist Vergänglichkeit nicht der beste Beweis für das Leben?
Hatte ich sie nicht einst aus einem Klumpen Ton geformt?
Und sie schrien: "Gib mir Leben!"
Doch undankbar waren sie und erwiesen sich als unwürdig
Heben wir also an den Deckel dieser Büchse