Die ganze Welt liegt mir zu Füßen
Oder ist es doch eher andersrum
Zuweilen wirkt sie ziemlich unbelehrbar
Und dann treibt mich der Gedanke um
Wie weit wir gehen, um uns frei zu machen
Von den uns zugedachten Rollen
Die wir zu oft erfüllen müssen
An Orten, an denen wir nicht sein wollen
Unser Blick ist stets nach vorn gerichtet
Niemand wird jemals unsere Schwächen sehen
Von Tag 1 an wird uns eingetrichtert
Mit mehr Füßen als wir haben im Leben zu stehen
Doch heimlich schielen wir dabei zur Seite
Glauben, dass es alle anderen besser trifft
Folgern aus zu viel Schein, dass alle haben
Nur wir selber nicht
Und dann sehen wir unsere Chancen schwinden
Fühlen uns immer weiter abgehängt
Versuchen alledem gerecht zu werden
Was uns dann meistens nur noch weiter Richtung Abseits drängt
Zu viele Stimmen, die uns stiller machen
Zu viele Bilder, die den Blick verzerren
Wir nehmen uns selbst nicht mehr wahr bei all dem Lärm
Unser Glück war doch stets zum Greifen fern
Wir sind zu oft zur rechten Zeit am gänzlich falschen Ort
Geht das eigentlich nur mir so
Ich bin zwar hier, doch in Gedanken dort
Wir sind zu oft zur rechten Zeit am gänzlich falschen Ort
Wie bin ich überhaupt hier gelandet
Und wie komm ich jetzt wieder von hier fort
Unsere Fassaden werfen Hochglanzschatten
In denen alles andere untergeht
Unsere Empathie bleibt aus
Sobald sie eigenen Zielen im Wege steht
Wir scheitern, weil wir keine Fehler machen
Die Dinge spiegeln statt zu reflektieren
Immerzu im Fokus stehen
Und in viel zu schnellen Zeiten niemals Zeit verlieren
Doch sind es letztlich nicht grad die Momente
In denen wir ein bisschen neben uns stehen
Die uns helfen auf uns selbst zu blicken
Und mit etwas Abstand unsere wahre Größe zu sehen
Die erst durch Schatten an Kontur gewinnt
Und sich nicht so sehr an allem anderen misst
Wir alle schauen doch allzu gern ins Licht
Und nehmen uns dadurch jede Sicht
Wir sind zu oft zur rechten Zeit am gänzlich falschen Ort
Geht das eigentlich nur mir so
Ich bin zwar hier, doch in Gedanken dort
Wir sind zu oft zur rechten Zeit am gänzlich falschen Ort
Wie bin ich überhaupt hier gelandet
Und wie komm ich jetzt wieder von hier fort
Wir schwören uns, dass wir so nicht weitermachen
Und glauben uns dabei doch selbst kein Wort
Wie kommen wir wieder von hier fort
Wie kommen wir wieder von hier fort
Tun viel zu oft, was wir nicht tun wollen
An einem gänzlichen falschen Ort
Wie kommen wir wieder von hier fort
Wie kommen wir wieder von hier fort